Person

Über mich

Keine Vita, sondern die Antwort auf vier Fragen: warum TYPO3, warum Architektur, warum Open Source und warum ich auf lange Zusammenarbeit setze.

Angefangen hat es mit einem VC20, dann C64, Amiga 500, ein 286er. Irgendwann lief bei mir zu Hause eine eigene Mailbox mit Modems – Jahre bevor das Internet für Privatleute selbstverständlich wurde. Wer in dieser Zeit etwas ans Laufen bringen wollte, musste verstehen, was unter der Oberfläche passiert. Diese Gewohnheit habe ich nie abgelegt.

Seit 2003 arbeite ich hauptberuflich mit TYPO3.

Warum Architektur und nicht einfach Programmierung

Den größten Teil meiner Arbeit macht nicht das Schreiben von Code aus, sondern die Entscheidung davor: Was bauen wir, was lassen wir bewusst weg, welches Risiko gehen wir ein und was kostet uns diese Entscheidung in drei Jahren. Der Code ist die Folge dieser Entscheidungen, nicht ihr Anfang.

Meine Leitfrage bei jeder Architekturentscheidung lautet: Kann ich das in fünf Jahren noch verantworten? Wenn die Antwort unsicher ist, ist die Entscheidung noch nicht fertig.

Bewusst fokussiert statt überall ein bisschen

Ich arbeite über den ganzen Stack, aber nur in einer Tiefe, für die ich geradestehen kann. Kein React, kein Angular, keine Liste mit zwanzig Technologien im Profil – dafür vier Ebenen, die ich wirklich beherrsche und die zusammenpassen.

Server

Ubuntu, Nginx, MariaDB, Redis. Wer Performance-Probleme lösen will, muss auch hier zu Hause sein.

PHP & TYPO3

Extensions, Fachanwendungen, Schnittstellen. Der Kern meiner Arbeit seit 2003.

Vue.js

Für die Stellen, an denen serverseitiges Rendern nicht mehr reicht – Konfiguratoren, Selektoren.

SCSS & Bootstrap

Barrierefreies Frontend ohne Wildwuchs. Ich bin kein Designer, aber Struktur ist kein Designthema.

Warum Open Source

Ich entwickle das SiteKit, ein Baukasten, an dem sich weitere Freelancer und Agenturen beteiligen. Der Grund ist unromantisch: Upgrade-Aufwand, den einer allein trägt, wird teuer. Verteilt auf mehrere Beteiligte bleibt er tragbar – und jedes Projekt profitiert von dem, was in einem anderen gelernt wurde.

Barrierefreiheit ist darin keine Funktion, die man dazubestellt, sondern die Grundlage. Nachrüsten ist immer teurer.

Seit 2017 arbeite ich ehrenamtlich im TYPO3 Education Committee und verantworte mit meinem Team den Syllabus und den Fragenpool der Integrator-Zertifizierung. Mehr dazu auf der Open-Source-Seite.

Warum ich KI-Ergebnisse beurteilen kann

Ich nutze KI als Werkzeug, nicht als Ersatz für Verstehen. Ob das gutgeht, entscheidet sich an einer einzigen Fähigkeit: zu erkennen, wann das Ergebnis falsch ist.

Dafür ist die Arbeit an der Integrator-Zertifizierung der beste Beleg, den ich habe. Wer die Prüfungsfragen zu einer neuen TYPO3-Version schreibt, muss jede Neuerung, jede Deprecation und jeden Breaking Change wirklich verstanden haben – nicht ungefähr. Eine erfundene Methode fällt mir deshalb im Vorbeilesen auf, und erfundene Methoden sind das, was Sprachmodelle am zuverlässigsten produzieren.

Wie das im Projekt abgesichert wird – verbindliche Regeln, Reviews zwischen verschiedenen Modellen, automatisierte Tests als Abnahme – steht auf der Seite zur Arbeitsweise.

Warum lange Zusammenarbeit

Ich habe nie Werbung gemacht. Meine Kunden kommen über Empfehlungen und über die TYPO3 Camps, manche Zusammenarbeit läuft seit über einem Jahrzehnt. Das ist kein Zufall, sondern eine Folge der Arbeitsweise: Ein System, das ich in fünf Jahren noch verantworten kann, ist eines, bei dem der Kunde in fünf Jahren noch anruft.

Fast zwei Jahrzehnte davon habe ich außerdem als Trainer verbracht und dabei hunderte Teilnehmer begleitet. Das prägt, wie ich erkläre – und wie ich Entscheidungen begründe, statt sie zu behaupten.

Und außerhalb von TYPO3

Seit Mitte 2026 arbeite ich als Lightjockey in der Diskothek Adiamo und fahre Shows auf grandMA2 und grandMA3 – zum Vorbereiten steht hier ein eigenes grandMA3 onPC. Das ist kein zweites Geschäftsfeld, sondern dasselbe Denken in einer anderen Disziplin: komplexe Systeme, harte Echtzeit, und niemanden, der den Fehler später wegpatcht. Mehr dazu unter Live & Licht.

Reden wir darüber

Wenn das nach der Art von Zusammenarbeit klingt, die Sie suchen, schreiben Sie mir. Wenn nicht, sage ich Ihnen das genauso deutlich.